Durch die Jahreszeiten

Das Lamellendach im Jahreslauf: länger draußen bleiben

Die Terrasse muss mit dem letzten warmen Augustabend nicht aus dem Alltag verschwinden. Entscheidend ist, was Sie dort auch im Frühling, Herbst und an milden Wintertagen machen möchten.

HDV Outdoorleben
Helles Lamellendach vor einem Wohnhaus mit Sitzplatz und Herbstlaub im Garten

Ein Lamellendach kann die Zeit verlängern, in der Sie Ihre Terrasse gerne nutzen. Mit verstellbaren Lamellen lässt sich auf Sonne und Schatten reagieren; passende Ergänzungen können den Sitzplatz an kühleren Tagen angenehmer machen. Eine ganzjährige Nutzung hängt jedoch von Wetter, Standort und Ausstattung ab. Der Außenbereich bleibt ein Außenbereich.

Welche Momente möchten Sie nach draußen verlegen?

Vielleicht ist es der Kaffee am freien Vormittag. Vielleicht möchten Sie nach der Gartenarbeit noch eine Weile sitzen bleiben oder auch im September draußen zu Abend essen. Solche Vorstellungen helfen bei der Planung mehr als eine möglichst lange Liste von Extras.

Für einen kurzen Aufenthalt am Nachmittag zählt oft ein gut gewählter Platz in der Sonne. Wer bis in den Abend bleiben möchte, wird Licht und seitlichen Schutz stärker gewichten. Beginnen Sie deshalb beim Sitzplatz und bei den Tageszeiten, zu denen Sie ihn nutzen. Das Dach und seine Ausstattung können wir darauf abstimmen.

Im Frühling und Herbst zählt das Licht

An einem kühlen, sonnigen Tag kann genau die Sonne willkommen sein, die man im Hochsommer lieber abschirmt. Verstellbare Lamellen geben Spielraum. Welche Stellung sinnvoll ist, hängt von der Lage des Daches und dem Sonnenstand ab.

Bei einem Anbau spielt außerdem der Raum dahinter mit: Der Esstisch im Haus soll im Oktober vielleicht möglichst viel Tageslicht bekommen, während auf der Terrasse im Juli Schatten gewünscht ist. Deshalb besprechen wir die Ausrichtung nicht nur anhand eines Sommernachmittags. Mehr dazu finden Sie im Beitrag über Lamellendach und Tageslicht.

Seitlicher Schutz, ohne den Garten auszusperren

Ein Dach schützt vor allem von oben. Ein kühler Luftzug oder schräg einfallender Regen erreicht einen offenen Sitzplatz auch von der Seite. Screens und Schiebewände können den Schutz ergänzen; eine vollständige Abdichtung wie bei einem Wintergarten entsteht dadurch nicht.

Es muss auch nicht jede Seite geschlossen werden. Schauen Sie zunächst, wo der Wind am Tisch unangenehm wird und welche Aussicht Sie behalten möchten. Vielleicht genügt ein Element an einer Seite, während der Blick in den Garten offen bleibt. Bei einem Screen sollten wir zudem besprechen, wie viel Durchsicht und Sichtschutz Sie sich wünschen.

Eine Frau sitzt auf einer Lounge hinter gläsernen Schiebeelementen unter einem Lamellendach
Zwei Frauen sitzen unter einem Lamellendach mit geöffneten Lamellen und eingeschalteten Heizstrahlern

Wenn aus dem Nachmittag ein Abend wird

Licht verändert, wie ein Platz am Abend wirkt. Eine dimmbare Beleuchtung kann den Tisch sichtbar machen, ohne den ganzen Garten auszuleuchten. Denken Sie dabei auch an den Übergang ins Haus und daran, welche Leuchten Sie vom Wohnzimmer aus sehen.

Wärme am Sitzplatz mitplanen

Wenn es am Abend frisch wird, kann ein geeigneter Heizstrahler den Aufenthalt angenehmer machen. Entscheidend ist, wo Sie tatsächlich sitzen: am Esstisch oder etwas tiefer in einer Lounge? Davon ausgehend planen wir die Position des Geräts. Ein Heizstrahler ist eine Ergänzung für die Zeit draußen; aus der Terrasse wird dadurch kein gedämmter Wohnraum.

Sprechen Sie den Wunsch nach einer Terrassenheizung früh an, auch wenn Sie sie erst später ergänzen möchten. Dann können Stromanschluss, Leitungsführung und ein geeigneter Montageplatz berücksichtigt werden. Leistung und Bedienung sollten zur Nutzung passen, die Montage zu den Vorgaben des gewählten Systems. So bekommt die Wärme einen durchdachten Platz, statt nachträglich irgendwo am Rahmen zu hängen.

Eingeschalteter Heizstrahler am dunklen Rahmen eines Lamellendachs über einer Glasfront

Die Möglichkeiten unserer Lamellendächer reichen von einer bewusst offenen Überdachung bis zu umfangreicher ausgestatteten Sitzbereichen. Welche davon Sie brauchen, entscheidet Ihr Alltag.

Was im Winter wichtig bleibt

Bei Frost, Schnee und starkem Wind gelten die Vorgaben für das konkrete Dach und seine Ausstattung. Eine pauschale Empfehlung, die Lamellen im Winter immer offen oder immer geschlossen zu lassen, wäre deshalb nicht sinnvoll. Lassen Sie sich die vorgesehenen Einstellungen und die Bedienung Ihrer Anlage erklären.

Bei Frost dürfen die beweglichen Teile der hier beschriebenen Systeme nicht betätigt werden. Schnee erfordert die modellabhängigen Maßnahmen aus der Anleitung. Sensoren unterstützen die Bedienung, bieten aber keine uneingeschränkte Schutzgarantie. Rinnen und Abläufe müssen frei bleiben. Maßgeblich bleiben die Bedienungs- und Pflegehinweise Ihrer Anlage.

Auch die Möbel sollten für ihren Standort geeignet sein. Planen Sie einen trockenen Platz für empfindliche Auflagen ein, statt sich allein auf das Dach zu verlassen. So bleibt ein schöner Wintertag eine Gelegenheit, spontan draußen zu sitzen, ohne dass die Terrasse ständig wie ein Innenraum behandelt werden muss.

Ein Platz, der zu Ihrem Jahr passt

Für die Beratung genügt zunächst eine kleine Auswahl: zwei oder drei Situationen, in denen Sie Ihre Terrasse künftig häufiger nutzen möchten, dazu Fotos und ungefähre Maße. Gemeinsam schauen wir, was der Standort bereits mitbringt und welche Ergänzungen wirklich etwas verändern.

Wir begleiten Vorhaben in Bremen, Worpswede und im weiteren Norden. Unsere Region zeigt den örtlichen Schwerpunkt. Wenn Sie anderswo in Norddeutschland wohnen, freuen wir uns genauso auf Ihre Anfrage.

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